Kreis erteilt Duldung: Marokkaner darf bleiben

Kreis Warendorf / Beelen (ae). Die Kreisverwaltung hat ihre Ansicht korrigiert und macht den Weg frei für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis auf Zeit. Davon profitiert der 36-jährige Mohammed Boukali, der seit 2013 in Beelen lebt und einer Ausbildung zum Altenpfleger nachgeht („Die Glocke“ berichtete).

„Wir sind einen entscheidenden Schritt weiter“, kommentierte Klaudia Ellerbrock auf „Glocke“-Anfrage. Sie und weitere Kommunalpolitiker hatten die Härtefallkommission NRW angerufen, um eine Abschiebung von Mohammed Boukali zu verhindern. Der könne jetzt in Ruhe seine Ausbildung beenden, sagte Elisabeth Wiengarten vom Kreisflüchtlingsrat.

Der Mann stammt aus Marokko. Aus diesem Grund hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seinen Asylantrag vor Monaten als unbegründet abgelehnt. Das hieß: Der 36-Jährige sollte ausreisen, oder er werde abgeschoben. Das ist jetzt vorerst vom Tisch. Mit Schreiben von Freitag teilt die Kreisverwaltung dem Verwaltungsgericht in Münster mit: Die Erteilung einer Duldung wird für die Fortführung der Berufsausbildung zugesichert. „Wir hoffen, dass Mohammed Boukali auch anschließend von der Ausbildung in Deutschland profitiert“, sagte Ellerbrock.

Artikel aus "Die Glocke" vom 22.10.2016

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